Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme BvB
Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme erleichtert den Einstieg in Ausbildung und Beruf. Man lernt seine beruflichen Stärken kennen und findet heraus, welcher Beruf oder welche Ausbildung am besten passt. Die BvB sind stark beruflich orientiert und bereitet so gut auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz vor.
Jugendliche und junge Erwachsene, die keine berufliche Erstausbildung absolviert haben und
- die eine Lernbehinderung haben und/ oder gesundheitliche Einschränkungen
- die beim Übergang von der Schule zum Beruf besondere Hilfen brauchen
- die Ausbildungsreife noch nicht erlangt haben
- die keine abgeschlossene Ausbildung haben
- die Sprachschwierigkeiten haben
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Empfehlung der Agentur für Arbeit. Die Agentur für Arbeit bezahlt unter diesen Voraussetzungen die Teilnahmekosten, eine Berufsausbildungsbeihilfe und anfallende Fahrtkosten.
Eine BvB besteht im Regelfall aus verschiedenen zeitlichen Abschnitten:
In der Kompetenzanalyse werden die Fähigkeiten und Eignungen ermittelt. Die Kompetenzanalyse startet mit der Ankommensphase (Dauer 2 Wochen). Das Ziel der Ankommensphase besteht darin, dass die Teilnehmenden als Gruppe zusammenfinden, einen Überblick über die Ziele und Inhalte der BvB erhalten, das Personal der BvB inklusive deren Aufgaben kennenlernen, die Räumlichkeiten des Maßnahmeträgers kennen, eine geregelte Tagesstruktur aufbauen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erlenen sollen.
In der Kompetenzanalyse (Dauer 6 Wochen) findet eine Überprüfung statt, ob ein Hauptschulabschluss machbar ist, die schulischen Kenntnisse und Fertigkeiten werden erfasst, die Erfassung sozialer Fähigkeiten und eine berufliche Standortbestimmung finden statt.
Die Teilnehmenden durchlaufen dabei alle drei Berufsfelderprobungen. Das Ziel ist eine realistische Einschätzung des Berufswunsches und der persönlichen Stärken.
Nach der Kompetenzanalyse durchlaufen die Teilnehmenden verschiedene Förderzielbereiche. Der Förderzielbereich Grundkompetenzen, Förderzielbereich Hauptschulabschluss und der Förderzielbereich Berufsorientierung/Berufswahl beginnt direkt im Anschluss an die Kompetenzanalyse.
Der FörderzielbereichBerufliche Grundfähigkeiten mit dem Ziel, die Ausbildungsreife und Berufseignung festzustellen, schließt daran an. In diesem Zeitraum können die Teilnehmenden Praktika und Arbeitserprobungen absolvieren und sich einen realistischen Einblick in ihre Wunschberufe verschaffen.
Der Förderzielbereich Berufsspezifische Qualifizierung beginnt nach der Berufswahl mit dem Ziel, einen nahtlosen Übergang in Ausbildung zu schaffen. Die Förderzielbereiche werden modular angeboten. Die individuelle Teilnahme und der zeitliche Rahmen richten sich nach dem jeweiligen Unterstützungsbedarf.
Junge Menschen, die noch mehr Unterstützung und Förderung benötigen, um die sehr hohen Anforderungen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes erfüllen zu können, haben die Möglichkeit nach den 12 Monaten noch eine Übergangsqualifizierung zu machen. Hier werden berufspraktische Kompetenzen weiter ausgebaut und gefördert, wie beispielsweise durch vertiefende Praktika in den passenden Berufsfeldern.
Die BvB endet mit dem Übergang in eine Ausbildung oder der Aufnahme einer Arbeit. Sie dauert im Regelfall 12 Monate, maximal 24 Monate.
Der Schwerpunkt der BvB liegt im praktischen Bereich. Deshalb haben die Teilnehmer*innen in der Regel drei Werkstatt-Tage und zwei Schultage.
In den Werkstätten der BvB können verschiedene Berufsfelder kennen gelernt werden:
- Holz
- Metall
- Lager/ Handel
- Hauswirtschaft/ Hotel/ Gaststätte/ Ernährung
Zusätzlich werden weitere, für den Beruf notwendige Fähigkeiten, so genannte Schlüsselqualifikationen, gefördert:
- soziale Fähigkeiten (z.B. Wie verhalte ich mich angemessen?)
- alltagspraktische Fähigkeiten (z.B. Wie erledige ich was und wo finde ich die notwendigen Informationen?)
- Medienkompetenz und PC-Grundlagen
- Anleitung zum richtigen Lernen
- Bewerbungstraining
Neben Ausbilder*in und Sozialpädagog*in unterstützt die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme ein Bildungsbegleiter/ eine Bildungsbegleiterin. Diese*r erstellt mit den Teilnehmer*innen einen Qualifizierungsplan, in dem alle Schritte zur Förderung sowie die jeweilige Dauer festgelegt werden.
Am Ende der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme erhalten die Teilnehmer*innen einen Nachweis über die erlernten beruflichen Inhalte, die so genannten Qualifizierungsbausteine.
Wie in der Ausbildung findet in der BvB in der Regel an zwei Tagen Berufsschulunterricht statt.
In kleinen Schulklassen werden allgemeine schulische Grundlagen vermittelt.
Das zeichnet den Berufsschulunterricht für BvB-Teilnehmer*innen an der JLS besonders aus:
- Wir unterrichten in kleinen Klassen (8 - 12 Schülerinnen und Schüler).
- Wir bereiten auf die theoretischen Anforderungen der Ausbildung vor, damit später der schulische Teil der Berufsausbildung erfolgreich bestanden werden kann.
- Der Unterricht ist sehr praxisorientiert.
- Wir fördern Eigenverantwortung.
- Wir unterstützen die Entwicklung zur Selbständigkeit und Leistungsbereitschaft.
- Wir fördern individuell durch Lernförderung, Zusatz- und Stützunterricht.
- Es besteht die Möglichkeit, die Zusatzprüfung zum Erwerb des Hauptschulabschlusses abzulegen.
Die Anmeldung erfolgt über die zuständige Beratungsfachkraft bei der Agentur für Arbeit.
Hier der Flyer zum download.
Im Film finden Sie kurz zusammengefasst das Wichtigste über die BvB.
Daniel Spieler
Telefon 0711 931854-457
daniel.spieler@baz-esslingen.com
Holger Hexel
Telefon 0711 931854-249
holger.hexel@baz-esslingen.com
Berufliches Ausbildungszentrum (BAZ) Esslingen
73728 Esslingen
Urbanstraße 28




